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Yogapraxis aktuell

23. Februar 2020

Infos

Das Thema am Ende dieses Newsletters ist diesmal nicht ein Text von mir sondern eine Buchempfehlung. Schon eine ganze Weile liegt das Buch von Veronika Schantz: "Bei sich selbst ankommen – eine achtsame Entdeckungsreise" im Wartebereich der Yogapraxis herum. Und nach dem Zustand zu urteilen, haben auch schon viele hineingeschaut, was mich sehr freut. Am 13. März wird die Autorin daraus für uns lesen und uns damit einen unterhaltsamen Abend bereiten.

Inzwischen sind alle wöchentlichen Kurse (mit Ausnahme von Yoga und Meditation am Donnerstagmorgen) von den gesetzlichen Krankenkassen als zuschussfähig zertifiziert. Die nächsten bezuschussten Kurse beginnen zwischen dem 21. und dem 24. April. Wer am Zuschuss der Krankenkassen nicht interessiert ist, kann weiterhin mit Zehnerkarte teilnehmen und die Kurstermine innerhalb von vier Monaten selbst wählen. Allerdings waren in den letzten Wochen die meisten Kurse deutlich stärker ausgelastet als bisher. Erstmals musste ich einige InteressentInnen auf eine Warteliste setzen. Daher bitte ich alle, die nach längerer Pause wieder an einem Kurs teilnehmen und eine neue Zehnerkarte kaufen wollen, sich im Internet zu vergewissern, dass der gewünschte Kurs nicht mit ausgebucht gekennzeichnet ist.

Den Ferienstundenplan für die Faschingsferien und für die Osterferien findet ihr in der Rubrik Kalender.

Der Termin 1. März für die Yoga und Meditation hat sich wegen der Faschingsferien als ungünstig herausgestellt. Deshalb haben wir den Kurs verschoben und bieten ihn etwas verändert als Samstagsseminar am 21. März an.

Veranstaltungshinweise

Thema (Buchempfehlung)

Der Geist hinter den Fragen

»Eine Reise von eintausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt«, soll der chinesische Philosoph Laotse gesagt haben. Das gilt auch für eine achtsame Entdeckungsreise ins Reich des Bei-sich-Seins, doch diese Art Reise ist kein linearer Weg von A nach B. Eher gleicht sie einer Pendelbewegung vom Land des Tuns und Denkens zurück und gleich wieder weg. Nur den wenigsten Menschen auf Erden dürfte es gelingen, jeden wachen Augenblick ganz bei sich zu sein. Für Normalsterbliche ist schon viel damit gewonnen, im Laufe des Tages immer wieder einmal kurz bei sich vorbeizuschauen, hin und wieder dem Autopilot zu entkommen, innezuhalten und für kurze Momente dank einer hilfreichen Schokoladenfrage im Reich des Bei-sich-Seins anzukommen. »In welchem Geist Fragen gestellt werden«, schreibt Jon Kabat-Zinn, »ist wesentlich für ein achtsames Leben. Fragen ist nicht nur eine Art, Probleme zu lösen. Es ist eine Methode, die dazu dient, sicherzustellen, dass wir mit dem grundlegenden Geheimnis des Lebens selbst und unserer Gegenwart hier in Kontakt sind.« (Kabat-Zinn 1998, S. 194/95) Eine achtsame Entdeckungsreise braucht Zeit, Mut und absichtslose Entschlossenheit. Sie lässt sich nicht als All-Inclusive-Pauschalreise mit allwissender Reisebegleitung buchen, die ihr Baedeker-Wissen unseren individuellen Körper-, Gedanken- und Gefühlslandschaften überstülpt. Eine Erkundungstour ist auch kein Kurztrip zu einem festen und fertigen Ich, über das wir, einmal betrachtet, dann definitiv und dauerhaft Bescheid wissen. Wir brechen jeden Tag von neuem auf. Ins Reich des Bei-sich-Seins führen keine schnellen Abkürzungen und ausgetrampelten Wege.

Aus Veronika Schantz: Bei sich selbst ankommen – eine achtsame Entdeckungsreise, Klett-Cotta 2018

Und hier noch der Klappentext:

"Wie geht es mir gerade?", "Was tue ich da eigentlich?", Wie fühle ich mich in meiner Haut?" Fragen wie diese weisen den Weg in das oft reichlich unbekannte Gebiet des eigenen Ichs. Sie decken Absurditäten des Alltags auf und entlarven die Tyrannei hausgemachter Glaubenssätze auf humorvolle und freundliche Weise. Das Buch ermutigt dazu, die eigenen Stimmungen, Macken und Muster wahrzunehmen und zu überprüfen, statt weiter im Autopilot-Modus durchs Leben zu sausen. Erkenntnisse aus Psychologie, Philosophie und östlicher Weisheitslehre sowie Geschichten aus dem realen Leben rütteln an scheinbar in Stein gemeißelten Gewissheiten und laden dazu ein, das eigene Denken und Handeln aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten. Wer sich auf diese Entdeckungsreise begibt, kann Stress und Selbstoptimierungsfallen elegant umschiffen.