4. Svastha Yoga Therapie Intervision

München, 22.-24. Oktober 2021

Beiträge

Depressive Erkrankungen — Symptomatik, Differenzialdiagnose und Behandlungsansätze

Etwa 20-25 Prozent aller Menschen erkranken einmal im Leben an einer behandlungs-bedürftigen Depression. Leider wird bei vielen Patienten die Diagnose nicht gestellt oder die Erkrankung nur unzureichend behandelt, so dass es zu Chronifizierungen kommt.

Depression ist nicht gleich Depression. Die Erkrankung weist unterschiedliche Erscheinungsformen und Ursachen auf. Eine zuverlässige Einordnung ist häufig erst im Verlauf der Erkrankung möglich. Zudem treten depressive Symptome als Begleiterscheinungen vieler anderer Erkrankungen auf.

Der Vortrag

Dr. med. Elisabeth Schmölz

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, seit 1995 in eigener Praxis niedergelassen, zusätzlich psychiatrische Betreuung eines internistischen Krankenhauses. Tätigkeitsschwerpunkte: affektive Erkrankungen, psychiatrische Erkrankungen in Schwangerschaft und Wochenbett, Kinderwunsch bei psychiatrischer Vorerkrankung.

Depressionen 2020: Was würden Charaka und Patanjali sagen? — Interventionen aus Yoga und Ayurveda

Nach der Samkhya-Philosophie kann die Seele nie krank werden. Es sind Körper und Geist, die erkranken. Charaka formulierte vor 2000 Jahren in seinem Standardwerk „Charaka Samhita“ folgende Ursachen für Krankheiten:

Die indische Heilkunde Ayurveda behandelt aus diesem Verständnis heraus jede Erkrankung am Körper und im Geist. Hier zeigt sich u.a. auch die tiefe Verbundenheit mit dem Yoga als Methode der geistigen Übung. Psychische Erkrankungen entstehen in dieser Logik durch ein Wechselspiel von Fehlfunktionen des Geistes und einer „schwachen“ physischen Konstitution. Wo es begonnen hat, ist für die Behandlung nachrangig. Eine ayurvedische Therapie behandelt immer den Körper (Phytotherapie, Ernährung, manuelle Therapien, Yoga Asanas) und den Geist (Ordnungstherapie Phytotherapie, Yoga in Form von Mantras und Pranayama).

Der Workshop beginnt mit einer Praxis mit „anti-depressiven“ Elementen. Im Vortrag werden einige Therapie-Ansätze vorgestellt; der Schwerpunkt liegt auf dem, was Yogalehrer/-therapeuten unterstützend einbringen können.

Anja Orttmann-Heuser

Apothekerin, M.Sc. Ernährungswissenschaften, Yogalehrerin. Leitet Svastha Yoga & Ayurveda Ammersee.

www.svastha-ammersee.de

Trauma und traumasensibles Yoga

Traumatisierte Menschen erleben sich selbst oft als in ihrem Körper fremd, beziehungsweise haben einen stark eingeschränkten Kontakt zu ihrem Körper. Traumasensibles Yoga bietet die Möglichkeit, auf achtsame Art und Weise wieder in Kontakt mit dem eigenen Körper zu kommen, ihn als sicheren Ort wahrzunehmen und sich mit dem Hier und Jetzt zu verbinden. Wir befassen uns mit folgenden Themen:

Eva Weinmann

Diplom-Psychologin und seit 2005 Yogalehrerin, Dozentin für Yogatherapie und traumasensibles Yoga, arbeitet bei Wildwasser Stuttgart e.V. und betreibt seit 2013 die Yogaschule Fuß über Kopf in Stuttgart

fussueberkopf.de

Multiple Sklerose — die Krankheit der 1000 Gesichter

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche neurologische Erkrankung. Sie zeichnet sich durch einen sehr vielschichtigen und individuellen Krankheitsverlauf aus. In Deutschland sind rund 240 000 Menschen davon betroffen. Wir werden uns mit folgenden Themen beschäftigen:

Gudrun Sowa

Praxis für Yogatherapie / Yogaschule, Yogalehrerin BDY/EYU, Yogatherapeutin, Heilpraktikerin, Fachkrankenschwester für Anästhesie- und Intensivmedizin. Seit mehreren Jahren Erfahrung im Gruppen- und Einzelunterricht mit MS-Betroffen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für multiple Sklerose.

www.gudrunsowa.de

Yoga im Einzelunterricht — aber wie?

Im Einzelunterricht geht es vor allem darum, dass unsere Klienten ihre eigenen Ressourcen erkennen und im Sinne der körperlichen, psychischen und spirituellen Gesundheit (Svastha) besser nutzen lernen. Als YogatherapeutInnen sind wir dafür ausgebildet, Yoga im Einzelunterricht zu vermitteln und therapeutisch zu nutzen. Aber wie steht es mit der Umsetzung bei denjenigen, die nicht gleichzeitig einen anerkannten Heilberuf haben? Angeregt durch kurze Impulsvorträge kommen wir in der großen Runde zu folgenden Fragen ins Gespräch:

Michaela Kleber

Yogalehrerin seit 1994, Yogatherapeutin (IAYT), eigene Yogapraxis, langjährige Erfahrung im Einzelunterricht mit Menschen aller Altersgruppen und einem weiten Spektrum von körperlichen und geistigen Verfassungen und Anliegen.

www.yogabeikleber.de

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